Die Französische Revolution  

 

Dieser Text stammt von Duc de Berry aus dem Marie Antoinette Forum. Ihn sind die Rechte daran vorbehalten.

 

GRÜNDE FÜR DEN AUSBRUCH: 

 

Die Regierung Louis XIV

Der spanische Erbfolgekrieg verlief für Frankreich gerade noch mal glimpflich ab, doch die Staatsfinanzen waren mehr als strapaziert und mit dem Tode des Sonnenkönigs hinterließ der Louis der Große seinem Ur-Enkel eine desolate Haushaltslage. Der Sonnenkönig bestimmte den Herzog von Maine zum Regenten, doch nach dem Tode des Königs focht der Herzog von Orlèans, der Sohn des Bruders des verstorbenen Königs das Testament an und erklärte sich selbst zum Regenten.

 

Die Regierung Louis XV

Louis XV war erst fünf Jahre alt und konnte noch nicht regieren. Unter dem Regenten und später unter Louis XV besserte sich die Haushaltslage, doch der Regent machte einen fatalen Fehler, seit Richelieu war man darauf bedacht gewesen den Adel aus der Politik herauszuhalten, der Aufstand der Fronde hatte Louis XIV fast die Krone gekostet. Zum Ende der Regierung Louis XIV war es dann geschafft, der Adel wurde aus dem politischen Geschehen sowie den wichtigen Ämtern ferngehalten. Der Regent machte diese Bemühungen mit einem mal zu Nichte.

Die Episode „Law" in der zum ersten Mal versucht wurde Papiergeld einzuführen erschütterte die Staatskasse erneut, dann der fatale sieben jährige Krieg, in dem Frankreich fast alle Kolonien in Amerika verlor setzte dem Königreich ebenfalls noch schwer zu. Dennoch gelang es den Ministern Louis XV den Haushalt zu sanieren. Doch das Wirtschaftssystem hielt nicht Schritt mit der Entwicklung in Europa, die Industrialisierung hatte begonnen und zu Hunderten wanderten die Menschen in dies großen Städte um dort bessere Arbeit zu finden. Inzwischen wurde Versailles für die Öffentlichkeit gesperrt, da Louis XV den Anblick des gemeinen Volkes nicht mehr ertragen konnte, außerdem war es in der Vergangenheit zu etlichen Diebstählen und Beschädigungen gekommen. Ganz Versailles war inzwischen von Wegelagerern umzingelt.

 

 

Die Regierung Louis XVI

Louis XV starb und man setzte große Hoffnungen in den neuen König. Louis XVI war ein Sympathisant der neuen Ideen, die Menschenrechte und die Gerechtigkeit waren für ihn hohe Ideale. Und so sagte er den amerikanischen Aufständischen militärische Unterstützung gegen England zu. Frankreich führte erneut Krieg in Amerika gegen England, doch diese Mal wurde der Krieg gewonnen. Aber die junge Republik war nicht imstande die enormen Schulden die sie bei ihren französischen Verbündeten hatten zu begleichen. Dieser Krieg erschütterte die Staatskasse von neuem und diese enormen Ausgaben sollten in Zukunft ebenso enorme Auswirkungen haben. Inzwischen brach die Landwirtschaft in Frankreich fast komplett zusammen, es lohnte sich einfach nicht mehr die Felder zu bestellen und so stiegen die Brotpreise. Inzwischen hatte der Herzog von Orlèans sich beim König so unbeliebt gemacht, das er des Hofes verwiesen wurde. Er zog ins Pariser Palais Royal, dort opportunierte er gegen den König und insbesondere gegen die Königin. Das Palais Royal wurde Anlaufstelle der Radikalen. Er veröffentlichte private Rechnungen über den Finanzminister Calonne, was dessen Entlassung zur Folge hatte. Die Halsband Affäre tat noch ein übriges dazu den Hass der Bevölkerung gegen Marie Antoinette zu schüren.

 

 

DIE REVULOTION BEGINNT

 

Charles Necker wurde neuer Finanzminister und gab zu die Haushaltslage nicht ohne tiefgreifende Reformen wieder in den Griff bekommen zu können. Der König berief 1786 die Versammlung der Notablen in Versailles ein. Necker und der König machten den Vorschlag, dass der 1. und 2. Stand ab sofort Steuern zahlen sollten und auf einige der Privilegien verzichten sollten, doch der Widerstand war so geschlossen, dass die Versammlung ohne Ergebnis aufgelöst wurde. Die Unruhen in der Stadt häuften sich und es mehrten sich die Berichte über Überfälle auf Landschlösser. Das Fenster mit Steinen eingeschlagen wurden war schon fast an der Tagesordnung.

 

Einberufung der Generalstände

Am 5. Mai 1789 wurden die Generalstände einberufen. Diese Versammlung der drei Stände war seit 1614 nicht mehr zusammengetreten. Die Versammlung tagte und man verzettelte sich in der Art und Weise wie die Stimmen zu zählen seien. Über diese Stadium trat die Versammlung nicht hinaus, so das der König voller Ärger die Auflösung anordnete. Dies schürte den Unmut der Pariser. Der dritte Stand sowie einige wenige Vertreter der anderen beiden Stände besetzten das Ballhaus in Versailles und schworen nicht eher auseinander zutreten bis sie Frankreich eine neue Verfassung gegeben hätten - man stellte die Regierung des Königs in Frage! Als Louis XVI davon erfuhr ließ er die Versammlung mit Waffengewalt auseinander treiben.


Der Sturm auf die Bastille

Im Palais Royal sammelten sich die Radikalen um Camille Desmolins einem skrupellosen Demagogen. „Auf zur Bastille" wurde geschrieen. Am 14. Juli erstürmte man zuerst das Hôtel des Invalides und erbeutete mehrere tausend Gewehre und einige Kanonen, damit zog man zur alten Bastille. Diese Burg war einst eine Bastion an der Stadtmauer von Paris, doch mittlerweile hatte die Stadt so expandiert, dass die Bastille schon fast im Herzen der Stadt lag. Der Gouverneur der Bastille wollte auf jeden Fall ein Blutvergießen verhindern. Doch die aufgehetzte Meute feuerte was das Zeug hielt, dann explodierte eine der Kanonen durch unsachgemäße Ladung. „Die Kanonen der Bastille feuern auf Paris!" wurde gerufen, doch in Wahrheit besaß die Bastille keine intakten Kanonen mehr, sie wurden schon vor Jahrzehnten durch Attrappen ausgetauscht. Der Gouverneur handelte einen Waffenstillstand aus und wollte die Bastion übergeben im Austausch für das Leben seiner Männer (120 Mann Besatzung, davon der größte Teil Invaliden und alte Männer). Die Brücke wurde herabgelassen und der Mob stürzte in die Burg, das Schlachten begann. Der Bürgermeister von Paris wurde ebenfalls ermordet. Louis XVI war gerade bei der Jagd als er von dem Sturm auf die Bastille erfuhr. Die Bastille war das Symbol des Königtums, der absoluten Macht. Doch nun wurde die Burg abgerissen. Louis XVI gab Befehl mehrere Regimenter nach Paris zu verlegen um den Aufstand wenn nötig mit Gewalt niederzuschlagen.

 

 

Der Zug der Marktfrauen nach Versailles

Am 5. Oktober zog eine große Gruppe von Marktfrauen zum Schloss von Versailles. Unter den echten Frauen waren aber auch verkleidete bewaffnete Männer, wie sich später herausstellte waren es bezahlte Mörder die der Herzog von Orlèans in Dienst gestellt hatte um den König zu töten. Die Schlosstore waren veraltet und die Wache suchte das Weite. Im Marmorhof sammelte sich die Gruppe und schrie nach Brot. Von Marie Antoinette wurde behauptet, dass sie der Menge ausrichten ließ: „Wenn ihr kein Brot habt, dann esst doch Kuchen!" Dieser Satz ist jedoch ebenso wenig belegt wie die Äußerung Louis XIV „der Staat bin ich". Jedenfalls versuchte die Garde des Schlosses die Menge zurückzudrängen. Das brachte das Fass zum überlaufen und die aufgebrachte Menge stürmte ins Schloss. Im Gardesaal der Königin stellte sich die Leibgarde den Eindringlingen in den Weg, diese wurden brutal niedergemetzelt, da sie nur mit Hellebarden bewaffnet waren. Die Königin floh in die Gemächer des Königs, dort verbarrikadierte man sämtliche Zugänge. Bevor die Lage ganz eskalierte traf Lafayette mit einigen Soldaten ein, er konnte die Menge beruhigen und den König dazu überreden sich auf dem Balkon des Schlafzimmers zu zeigen. Die königliche Familie verließ für immer Versailles und wurde in die Tullerien gebracht. In Europa wurde diese Entwicklung mit größter Sorge betrachtet. Orlèans schrieb nur „Der Tropf lebt noch?! - Laufen sie nicht zum Bankier das Geld ist nich verdient!"

Inzwischen tagte die neugewählte Nationalversammlung im Saal der Menus plaisirs. Der Absolutismus war nicht mehr existent. Drohungen der europäischen Fürstenhäuser gingen ein, falls der königlichen Familie ein Haar gekrümmt werden sollte. Die Radikalen Jakobiner schüchternen schon seit einiger Zeit die Mitglieder der Nationalversammlung ein. Danton und Robespierre die sich zu den Führern dieser Revolutionspartei etabliert hatten waren gefürchtete Demagogen. Sie verdrängten langsam die anderen Parteien wie die Girondisten oder die Sansculotten.

Man ersann einen Plan für eine Flucht der königlichen Familie, Graf Axel von Fersen war die Treibende Kraft hinter dem gewagtem Unternehmen. Louis XVI hatte indes ganz Europa den Krieg erklärt, er erhoffte sich durch die ausländischen Mächte die Ordnung wieder herstellen zu können. Doch nun war es zu gefährlich weiter in Frankreich zu bleiben. Mit einer Kutsche fuhr man Richtung deutsche Grenze, man machte Halt in Varennes und währenddessen hatte man in Paris die Flucht des Königs bemerkt uns schickte Boten in alle Richtungen. Man machte Rast an einem Wirtshaus, allerdings beging man die Dummheit mit einem Louis d'or zu bezahlen, der Wirt erkannte den Kopf des Königs und informierte die zuständige Miliz. Der König und seine Familie wurde nach Paris zurückgebracht und in den Tuillerien inhaftiert.

 

Der Sturm auf die Tuillerien

Am Abend des 20. Juni (Jahrestages des Ballhausschwures) zog eine Meute unter der Führung von Danton in Richtung der Tuillerien. Man wollte das verhasste Ehepaar ein wenig „Schütteln". Die Nationalgarde die zum Schutz des Schlosses aufgestellt war zog sich zurück. Allein einige wenige Schweizer Gardisten und die letzten treuen Adligen stellten sich den Angreifern in den Weg. Doch sie wurden nieder gemacht. Man zwang den König die rote Revolutionsmütze aufzusetzen und ein Glas Wein auf das Wohl der Nation zu trinken. 2 Stunden dauerte es bis die Nationalgarde eingriff und der königlichen Familie die Flucht in die Nationalversammlung ermöglichte. Das Schloß und was sich lebendiges darin befand wurde der wütenden Meute preis gegeben. Die königliche Familie wurde im Palais du Luxembourgh inhaftiert. Hier war es auch als man der Familie den abgetrennten Kopf der Prinzessin Lamballe aufgespießt vor das Fenster stellte. Ihre Körper schleifte man durch ganz Paris, die Gewalttaten häuften sich und der Nationalversammlung entglitt die Kontrolle. Am 21. September 1792 wurde die Monarchie als abgeschafft erklärt.

 

 

Die Hinrichtung des Königs

Inzwischen Rückten die vereinigten Heere auf Frankreich vor unter dem Kommando des Herzogs von Braunschweig wurde Frankreich angegriffen. Louis XVI., der jetzt Louis Carpet genannt wurde, wurde als Hochverräter bezeichnet und man forderte die Todesstrafe.

Man stimmte über die Verurteilung des Königs ab, mit einer Stimme Mehrheit wurde er zum Tode verurteilt, Philippe von Orlèans, sein Cousin stimmte ebenfalls für den Tod. Der König wurde im Tempel, einer alten Burganlage der Tempelritter eingekerkert, Marie Antoinette und die übrige Familie in der Conciergerie. Am Morgen des 21. Januar 1793 wurde der König auf dem Heutigen Place de la Concorde mit der Guillotine ermordet.

 

Die Schreckensherrschaft

Jetzt regierte der Terror, Robespierre schwang sich zum Diktator auf. Um das Vaterland zu schützen rief er das Volk zu den Waffen und der „Nationalgarde" gelang es die angreifenden Truppen zuerst in Schach zu halten, dann zurück zuschlagen. Die Revolutionstruppen überschritten die Grenze und brutale Plünderungen waren nun an der Tagesordnung. In Paris und vor allem auch in den anderen frz. Stätten regierten Angst und Terror. Neben dem Parlament entstanden weitere Vereinigungen: Das Revolutionstribunal was als Gerichtsbarkeit fungierte und der Wohlfahrtsauschuss, dem Robespierre vorsaß. Der Wohlfahrtsauschuss hatte auch die Regierungsgewalt.
Aus der Demokratie wurde eine brutale Diktatur, man kuschte um sein eigenes Leben zu retten. Doch wer saß in der Regierung? In dem sogenannten Wohlfahrtsauschuss waren die Mitglieder von sehr zweifelhaftem Ruf: Vergewaltiger, Mörder, Messerstecher, Zuhälter und Diebe. Die Guillotine war unaufhörlich bei der Arbeit, pro Tag zwischen 30 und 80 Verurteilte. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Todesopfer, der Erschießungen, Guillotinierungen und anderen Gewalttaten auf etwa eine Millionen an. Für damalige Verhältnisse eine gewaltige Zahl.

Während des Terrors wurde auch der Kult des höchsten Wesens eingeführt, man wusste, dass das Volk ohne die Religion nicht sein wollte - also „erfand" man kurzer Hand eine neue Religion. Robespierre war ihr oberster Priester. Das ganze endete damit, dass Robespierre seine ehemaligen Verbündeten auf die Guillotine schickte um sich ihrer zu entledigen: Danton, Desmolins und viele andere wurden enthauptet. Dann eines Tages hatte man wohl genug von der Gewaltherrschaft und versuchte ein Attentat auf Robespierre. Er wurde aber lebend verhaftet und zur Guillotine verurteilt. Für die Menschen in der restlos überfüllte Conciergerie muss es ein Freudenfest gewesen sein, als die den Schlächter selbst nun zur Schlachtbank laufen sahen. Robespierre wurde geköpft und nach weiteren Hinrichtungen sollte dem Terror ein Ende gemacht werden. Doch der Wohlfahrtsauschuss bzw. dessen führende Köpfe: Collot, Billaud und Barère blieben an der Macht. Sie gaben vor dem Terror überdrüssig zu sein, doch in Wahrheit hatten sie nur Angst um ihre eigenen Köpfe.

Doch brach nun erst mal wieder das Chaos aus, doch mit dem Niedergang der Jakobiner kehrte Ruhe ein. Man entwaffnete alle die an dem Terror beteiligt waren, führte den Sonntag wieder ein. Das Volk selbst übernahm nun die Revolution! Man ließ die Gefangen frei, gab den eingezogenen Besitz den Hinterblieben der Opfer zurück die Börse wurde wiedereröffnet und der Handel mit Gold und Silber sowie die Religionsfreiheit wurden erlaubt.

Die blutigen Richter des Revolutionstribunals mussten nun den gleichen Gang antreten, den sie so viele unschuldigen Menschen aufgrund ihres Urteilsspruches haben begehen müssen.

 


Das Direktorium

Doch diese Rückkehr zur Normalität nutzten die Konterrevolutionäre und die letzten Jakobiner um wieder Terror zur verbreiten. Die Royalisten erstarkten und man rief nach Louis XVIII. Eine neue starke Regierung sollte gegründet werden, das Direktorium. Bestehend aus fünf Mitgliedern welche durch den Rat der 500 gewählt werden sollten.
Die Regierung selbst war jedoch den Anforderungen nicht gewachsen - innerhalb kürzester Zeit machte der Saat drei mal bankrott. Des weitern wurde die neue Regierung vom Volk verabscheut, da immer noch Figuren der letzten Jahre im Spiel waren, die in Saus und Braus lebten. Das Volk selbst rief nun wieder nach der Monarchie um endlich wieder Ordnung in Frankreich herzustellen. Ein junger General, ohne eigenes Kommando, Napoleon de Bonaparte ergriff in einer Nacht die Initiative:
1795 - Royalisten hatten sich in Paris zusammengetan. Die ganze Region um die Tuillerien und dem Louvre waren im Belagerungszustand. Bonaparte selbst hatte kein Kommando, er stellte sich jedoch den Regierungstruppen zur Verfügung und zeigte seine taktischen Fähigkeiten. Zum Schutz der Republik wurde der Aufstand blutig niedergeschlagen. Für diesen Verdienst bekam er ein eigenes Kommando.

Mit seiner Armee zog er nach Italien und errang 1796 /97 dort einen spektakulären Sieg über die Österreicher. Er wurde als Nationalheld gefeiert als er nach Frankreich zurück kam.
Talleyrand der Außenminister wurde auf ihn aufmerksam - er selbst hatte die vergangen Zeiten geschickt zu seinem Vorteil genutzt. Er stammte aus dem Adel und hatte den Titel eines Bischofs, während der Revolution kämpfte er auf der Seite des dritten Standes für Reformen. Unter Danton und Robespierre war er Gesandter in England und nun Außenminister des Direktoriums. Napoleon wurde von Talleyrand überredet einen Staatsstreich zu wagen. Der Rat der 500 bzw. Direktorium sollte aufgelöst werden und an dessen Stelle ein Konsulat gestellt werden mit Napoleon als einer der drei Konsuln.

 

 

DAS ENDE DER REVOLUTION: NAPOLEON
 

Napoleon wird erster Konsul

Der Putsch gelang. Napoleon der auch weiterhin als General außerordentlich erfolgreich war wurde zum ersten Konsul Frankreichs mit praktisch absoluter Gewalt. Seine erste große Niederlage erfuhr in Afrika 1798/99, dort leitete er einen Feldzug in Ägypten, er selbst sah es wohl eher als Forschungsexpedition. Die frz. Flotte wurde währenddessen von Admiral Nelson und der englischen Flotte vernichtend geschlagen. Napoleon kehrte ohne seine Armee nach Frankreich zurück - und dennoch wurde er mit Freuden empfangen.  Innerhalb kürzester Zeit kehrte Ruhe ein, die Wirtschaft florierte, der alte Adel durfte zurückkehren, die Ordnung war wieder hergestellt und Napoleon wurde gefeiert.Zwar gab es immer noch royalistischen Terror aber mit der von Napoleon angeordneten Ermordung des Grafen von Amiens, war auch dieser schnell beigelegt.

 


Napoleon wird Kaiser der Franzosen

Napoleons Armee überrannte ganz Europa. 1805 - bei Austerlitz wurden die österreichischen Truppen entgültig geschlagen. 1806 folgte der Sieg bei Jena über die Preußen.Napoleon war der Herr Europas. Italien, Deutschland, Österreich und Spanien waren nun unter frz. Besetzung.
Napoleon entschloss sich nun selbst zum Kaiser zu krönen - er wollte ein Dynastie gründen.
Dafür erreichte er es, das Papst Pius VI. aus Rom kam um in Notre Dame der Krönung beizuwohnen und seinen Segen zu gebe
n. Napoleon war mit Josephine verheiratet der Witwe des Vicomte de Beauharnais. Sie wurde Kaiserin der Franzosen, doch konnte sie keine Kinder bekommen. Napoleon ließ sich scheiden, obwohl er sie liebte und heiratet eine österreichische Prinzessin, Marie Louise. Mit ihr hatte er einen Sohn, der König von Rom wurde.

 

Der Russlandfeldzug und Napoleons Absetzung

In Europa schlossen sich die Mächte erneut gegen Frankreich zusammen. Dies führte Napoleon in den Krieg mit Russland (1812), doch der russische Winter machte dem Vormarsch der Grande Armee ein Ende. Napoleon kehrte geschlagen nach Frankreich zurück - und musste Abdanken. Er wurde mit seinem Hofstaat auf die Insel Elba gebracht, dort sollte er im Exil leben. Louis XVIII, der ehemalige Graf von Provence und Bruder Louis XVI kehrte nach Frankreich zurück, die Monarchie der Bourbonen begann aufs Neue. Talleyrand, der auch Außenminister unter Napoleon war, setzte sich nach seiner Entlassung durch den Kaiser vehement für die Rückkehr der Bourbonen ein, was ihm erneut den Posten des Außenministers einbrachte. Louis XVIII war hingegen vieler Meinungen ein äußerst fähiger Herrscher, innerhalb kürzester Zeit sanierte er den Staatshaushalt und setzte längst überfällige Reformen durch. Doch seine Regierung wurde überschattet durch die übertrieben Ansprüche auf Entschädigung seitens des Adels und der Rückkehr des Kaisers!

 

Die 100 Tage Napoleons und die Schlacht von Waterloo

Napoleon floh von Elba und erreichte Frankreich, er marschierte auf Paris zu er wurde mit Beifall in jeder Stadt begrüßt. General Ney stellte sich der Armee Napoleons in den Weg, doch die Truppen des Königs verweigerten den Gehorsam und schlossen sich Napoleon an, Ney gab nach und schloss sich ebenfalls an. Louis XVIII musste fliehen. 1815 erklärte Europa Frankreich den Krieg. Bei Waterloo sollte die Entscheidungsschlacht fallen.
Die Truppen Napoleons wurden durch die vereinigten Kräfte der Engländer und Preußen vernichtend geschlagen. Der Kaiser wurde in Fontainebleau inhaftiert und auf die Insel St. Helena gebracht. Einem abgeschiedenen Eiland, dort verblieb er unter ständiger Aufsicht englischer Truppen. 1821 starb Napoleon. In Frankreich regierten wieder die Bourbonen.

 


Die Bourbonen kehren zurück - zwei weitere Revolutionen folgen

Als Louis XVIII starb war das Land wieder gefestigt. Sein Bruder Charles Graf von Artois bestieg als Charles X. den Thron. Unter seiner sehr rückwärtsgewandten Politik kam es erneut zu Unruhen. Hofintrigen und politische Berater wie Polignac taten ihr übriges. 1830 wurde er durch die „Juli - Revolution" gestürzt, die aber weitaus unblutiger war als die Revolution von 1789, sie dauerte auch nur drei Tage (26. - 29. Juli 1830)
Er wollte eine reaktionäre Regierung durchsetzen, den Absolutismus - zu den Zuständen vor 1789 zurückkehren. Seine Vertreibung brachte den Herzog von Orlèans, Louis Philippe, den Bürgerkönig auf den Thron. Er selbst wurde durch die „Februar Revolution" (24.02.1848) gestürzt. Damit war die Monarchie vorerst abgeschafft und die 2. Republik wurde gegründet.

Nach oben