Was wurde aus...?

Was wurde aus...?

 

 

Das Schicksal von Marie Thérèse Charlotte de Bourbon, Duchesse d'Angoulême, auch Madame Royale genannt, ist mitunter unklar. Offiziell heißt es, dass sie nach der französischen Revolution an den österreichischen Hof ging und schließlich zurück nach Frankreich kehrte, heiratete und als Herzogin von Angoulême am 19. Oktober 1851 an den Folgen an einer Lungenentzündung starb.

Allerdings geistern diverse Überlegungen durch die Geschichte, nachdem sie damals im Gefängnis gestorben sei und durch ein unehelichen Kind Louis´ XVI. ersetzt wurde. Damit wäre die Herzogin nicht Madame Royale.

Eine weitere Überlegung, die inzwischen durch einen DNA-Test widerlegt wurde, knüpft zum Teil an die vorherige Hypothese an. Demnach wurde Madame Royale mit einer unehelichen Tochter des Königs ausgetauscht und verbrachte den Rest ihres Lebens als mysteriöse Dunkelgräfin von Hildburghausen.

 

[Dieser Beitrag wird bei Zeiten weiter ausgearbeitet - Stand Juni 2017]

 
 

 

 

Louis XVII., als Dauphin Louis Charles, wurde nach der Hinrichtung seiner Eltern in die Obhut des Schuster Antoine Simon gegeben, der selbst sein Ende auf dem Schafott fand. Daher musste der Dauphin wieder ins Gefängnis, wo er am 8. Juni 1795 an einer Tuberkuloseerkrankung starb.

Der Arzt Philippe-Jean Pelletan entfernte sein Herz, welches er in Alkohol konserviert wurde und bis zu seiner Beisetzung am 8. Juni 2004 in Saint-Denis einige Umwege nahm. Dank DNA-Test konnte es als Sohn Marie Antoinettes erkannt werden.

 

 

Der Kardinal Louis René Édouard de Rohan-Guémené verlor nach der Halsbandaffäre all seine Ämter und musste sich in seine Klöster zurückziehen. 1790 floh de Rohan zu seinen rechtsrheinischen Besitzungen des Bistums Straßburgs und wohnte in Etterheim, was er jedoch 1796 verließ. 1801 kehrte er nach Etterheim zurück, verlor bei der Neuordnung des Bistums Straßburg die linksrheinischen Besitzungen und den Einfluss auf die rechtsrheinischen Ämter des alten Straßburger Bistums. Zwei Jahre später, 1803 verstarb der verarmte Kardinal an einer Grippeepidemie und wurde in der Ettenheimer Pfarrkirche beigesetzt.

 

 

 

Marie-Jeanne, die Comtesse du Barry, wurde nach dem Tod von Louis´ XV. 1974 in ein Kloster verbannt, kehrte aber 1776 wieder in ihr Anwesen in der Nähe von Versailles zurück.

Als sie in London von Louis´ XVI. Hinrichtung erfuhr, kehrte die du Barry nach Frankreich zurück und wurde im Dezember 1793 ebenfalls enthauptet.

 

 

Der Diplomat Graf Florimond Claude von Mercy-Argenteau, der Marie Antoinette als Dauphine und junge Königin unterstützt hatte, wurde 1792 bevollmächtigter Minister von einer belgischen Provinz.

Einige Tage nach seiner Ernennung zum Botschafter von Großbritannien starb er 1794 in London.

 

 

 

Rose Bertin, die Lieblingsmodistin von Marie Antoinette, floh in Zuge der französischen Revolution, kehrte aber zurück nach Frankreich und starb am 22. September 1813 in Epinay-sur-Seine.

 

 

Bild:Gabrielle de Polastron.jpg

 

Yolande Martine Gabrielle von Polastron, Duchesse de Polignac, flüchtete nach den Sturm auf die Bastille in die Schweiz, reiste zwischenzeitlich nach Italien und hielt weiterhin Briefkontakt zur Königin. Schließlich erkrankte sie an Krebs und erlag kurz nach dem Tod Marie Antoinettes diesem.

 

 
 

Marie-Louise de Savoie-Carignan, Princesse de Lamballe, wurde, am 3. September 1792 vom Pöbel misshandelt und ermordet.

 

 

 

 

 

Der schwedische Graf Hans Axel von Fersen fiel beim schwedischen König Gustav III. in „Ungnade“, durfte aber 1796 nach der Volljährigkeit dessen Nachfolgers Gustav IV. zurück an den schwedischen Hof kehren. Im Jahr darauf, 1797, wurde er als schwedischer Vertreter zum Raststatter Kongress gesandt. Die französische Regierung sprach sich gegen ihn aus, sodass er nicht daran teilnehmen durfte.

In den Wirren der europäischen Politik jener Jahre begleitete Fersen seinen Souverän und führte sogar nach dem Tod des schwedischen Thronfolgers dessen Leichenzug am 20. Juni 1819 in Stockholm an. Da einige Menschen im Volk ihn und seine Schwester für

 

den Tod des Thronfolgers verantwortlich machten – er wurde vergiftet – steigerte sich der kalte Empfang von Fersens in Gewalt aus. Zunächst wurde er mit Steinen beworfen bis sich die Stimmung so aufheizte, dass der Mob ihn zu Tode trampelte.

 

 

Jeanne de la Motte Valois

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