Princesse de Lamballe

Princesse de Lamballe

*8. September 1749  †3. September 1792

 

Die am 8. September 1749 geborene Marie Thérèse Louise, Prinzessin von Savoyen-Carignan, war vierte Tochter von Louis Viktor von Savoyen-Carignan und Christine Henriette von Hessen-Rheinfels-Rothenburg. Princesse de Lamballe galt als sensible Frau, die so empfindlich gewesen sein soll, dass sie bei dem Anblick eines gemalten Hummers in Ohnmacht fiel.

Seit der Hochzeit im Jahre 1767 mit Louis-Alexandre de Bourbon, prince de Lamballe, wurde sie Marie Thérèse Louise de Bourbon, princesse de Lamballe genannt.

Schon ein Jahr nach der Vermählung starb ihr Gemahl, woraufhin sie zu ihrem Schwiegervater auf das Schloss Rambouillet zog. Zur Hochzeit von Marie Antoinette und Louis XVI. kehrte sie nach Versailles zurück und wurde enge Vertraute von Marie Antoinette.

Während der französische Revolution blieb sie an der Seite Marie Antoinettes und zog mit der königlichen Familien in den Tuilerien. 1791 reiste Princesse de Lamballe nach England und versuchte Hilfe für die Königsfamilie zu mobilisieren, kehrte aber wieder zurück in die Tuilerien. Da man in Frankreich der Lamballe unterstellte, mit der Königin Intrigen zu schmieden, war sie dementsprechend unbeliebt.

Nachdem die Königsfamilie in den Temple überführt wurde, blieb sie immer noch in Paris. Am 19.August 1792 wurde die Lamballe in das Gefängnis La Force gebracht und es wurde vergebens versucht, ihr einen Schwur gegen die Monarchie abzuringen. Schließlich fiel sie am 3. September desselben Jahres einen wütenden Mob zum Opfer, der sie misshandelte und schließlich tötete. Ihren gepeinigten Körper sowie ihren Kopf wurden auf Piken gesteckt und der im Temple inhaftierten Königin vorgeführt, worauf diese in Ohnmacht fiel.

Ihr Schwiegervater schaffte es, ihren Leib in der Chapelle Royale zu Dreux zu bestatten.

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